20 Jahre Eurobike Award: Branche zeigt Innovationskraft in Frankfurt

22 Produkte aus sieben Kategorien ausgezeichnet – Bekanntgabe der Gewinner und Preisverleihung am 24. Juni auf der Eurobike in Frankfurt
26. Mai 2026

Zum 20. Mal hat eine internationale Fachjury des Eurobike Awards in Frankfurt besonders innovative Produkte und Lösungen der Fahrrad- und Ecomobility-Branche bewertet. Zwei Tage lang sichteten, testeten und diskutierten die Expertinnen und Experten in der Kreativ-Location „Massif Naïv“ in Frankfurt die eingereichten Neuheiten.

Der Eurobike Award zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen der internationalen Fahrrad- und Ecomobility-Branche. Die 22 Preise wurden in insgesamt sieben Kategorien vergeben – besonders herausragende Einreichungen erhalten den Eurobike Award in Gold. Ergänzt werden die Auszeichnungen durch den Green-Award und den Start-Up-Award. Bewertet wurden unter anderem Innovationsgrad, Funktion, Design, Verarbeitung und Nachhaltigkeitsaspekte.

„Award weist in die Zukunft“

Philipp Ferger, Geschäftsführer des Eurobike-Veranstalters Fairnamic, kam am 21. Juni persönlich ins „Massif Naïv“ und würdigte die Arbeit des Gremiums: „Für Messen sind der Blick in die Zukunft und die aktive Gestaltung von Zukunft außerordentlich wichtig – Messen werden auch durch die Ideen von morgen geprägt. Besonders beeindruckt haben mich die Diskussionen, die unterschiedlichen Perspektiven und der gemeinsame Anspruch, Mobilität und Produktinnovation immer wieder neu zu denken. Der Eurobike Award macht diese Innovationskraft der Fahrrad- und Ecomobility-Branche sichtbar. In den kommenden Jahren wollen wir ihn zu deutlich mehr als einem Produktwettbewerb weiterentwickeln – hin zu einer Plattform für die Ideen, die die Zukunft von Fahrrad und Ecomobility gestalten.“

Zusammenspiel von Design und Funktion

Die Zusammensetzung der Jury spiegelt die thematische Bandbreite des Eurobike Awards wider und vereint unterschiedliche Perspektiven auf das Fahrrad und urbane Mobilität. „Für mich ist es auch persönlich immer eine große Freude, wenn ich ein Produkt entdecke, wo ich mit voller Überzeugung sage, ‚da geht was‘. Auch dieses Mal haben mich etliche Einreichungen wieder positiv überrascht“, sagt Nils Holger Moormann, der schon in der Vergangenheit als Juror tätig war. Als international renommierter Designer und Art Director bringt er insbesondere den Blick auf Gestaltung, Materialität und Funktionalität in die Bewertungen. 

Viele Blickwinkel auf Fahrrad und Mobilität

Auch die Rolle des Fahrrads als Teil moderner Mobilitätskonzepte spielt in den Diskussionen eine zentrale Rolle. Viele der eingereichten Produkte greifen aktuelle Anforderungen an urbane Mobilität, Zielgruppenvielfalt und Nachhaltigkeit auf: „Jede und jeder findet heute das richtige Fahrrad oder Produkt für die eigenen Bedürfnisse – Menschen, die sehr sportlich unterwegs sind, genauso wie Menschen mit Handicaps oder körperlichen Einschränkungen“, sagt die Journalistin und Mobilitätsexpertin Andrea Reidl. Aus ihrer Sicht zeigen die Einreichungen, wie eng Entwicklungen im Fahrradbereich inzwischen mit gesellschaftlichen Fragen verbunden sind.

Chancen für Start-Ups und kleine Unternehmen

Jurorin Jessie Ridler, technische Projektleiterin bei Minimal, betont, dass gerade Preise wie der Eurobike Award eine Möglichkeit für Start-Ups und kleinere Unternehmen sind, ihre Produkte und Innovationen auf großer Bühne vorzustellen und bewerten zu lassen.

The Normal One

Nach einem intensiven Prozess, der in den zwei Entscheidungstagen in Frankfurt seinen Höhepunkt fand, gibt die Jury der Branche einen Wunsch mit auf dem Weg: Sie möge den Mut besitzen, „normale“ Räder einzureichen, die auch diesseits technischer Superlative und Höchstleistungen einfach gut funktionieren. Der Ausspruch „It’s just a bicycle“ entwickelte sich so innerhalb der Jurysitzung zur Form der außerordentlichen Anerkennung.

Preisverleihung zum Auftakt der Eurobike

Die 34. Eurobike findet von Mittwoch, 24. bis Samstag, 27. Juni 2026 auf dem Gelände der Messe Frankfurt am Main statt. Die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner und die Preisverleihung finden am ersten Messetag statt.

Die Jury-Mitglieder (in alphabetischer Reihenfolge)

  • Marco Brust (Geschäftsführer Velotech)
  • Miłosz Kędracki (Gründer und Redakteur bikeBoard)
  • Nils Holger Moormann (Designer und Art Director)
  • Andrea Reidl (Freie Journalistin und Autorin)
  • Jessie Ridler (Technische Projektleiterin Minimal)
  • Jan-Willem van Schaik (Chefredakteur Bike Europe)