Welche Rolle können große Gewerbe- und Veranstaltungsflächen für die regionale Energieversorgung spielen? Darüber informierte sich Landtagsabgeordneter Martin Hahn bei einem Besuch der neuen Photovoltaikanlage der Messe Friedrichshafen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern seines Wahlkreisbüros, des Ortsverbands Friedrichshafen von Bündnis 90/Die Grünen besichtigte er die Anlage auf den Messedächern und den Batteriespeicher.
Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann, Prokurist Stefan Mittag und Roman Bodenmüller, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen Energie Projektgesellschaft mbH, stellten das Energiekonzept vor: Rund 12.400 Module auf zehn Hallendächern leisten 5,5 Megawatt Peak, ergänzt durch einen Batteriespeicher mit 2,2 Megawattstunden Kapazität. Rund zwei Drittel des erzeugten Solarstroms fließen ins regionale Netz.
Über die Energieversorgung hinaus ging es bei dem Besuch auch um die wirtschaftliche Bedeutung des Messestandorts. Eine aktuelle Prognos-Studie zeigt, dass vom Messegeschäft nicht nur Friedrichshafen, sondern der gesamte Bodenseekreis profitiert – etwa durch zusätzliche Umsätze, Wertschöpfung und Arbeitsplätze bei Unternehmen und Dienstleistern in der Region.
Statement Martin Hahn, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg
„Wir beglückwünschen die Messe als Betreiber dieses großartigen Projekts zu diesem mutigen Schritt in Richtung energetische Zukunft – für die Messe, für die Stadt, für den Kreis und für die gesamte Region. Die Photovoltaikanlage ist ein rundum gelungenes Projekt und zeigt eindrucksvoll, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen kann. Wir bedanken uns für die Möglichkeit, dieses Projekt besichtigen zu dürfen. Ich bin froh, dass wir solche guten Beispiele direkt bei uns in der Nachbarschaft haben – und dass die Messe damit vorangeht und zeigt, was möglich ist.“
Statement Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen
„Wir freuen uns, dass unser PV-Projekt auch auf politischer Ebene auf Interesse stößt und sich Martin Hahn persönlich vor Ort ein Bild davon macht. Rund zwei Drittel des erzeugten Solarstroms fließen ins regionale Netz – unsere Investition schafft damit einen konkreten Mehrwert für Friedrichshafen und die Region. Gleichzeitig bietet ein solcher Besuch die Gelegenheit zu zeigen, welche wirtschaftliche Strahlkraft unser Messegeschäft weit über die Stadtgrenzen hinaus entfaltet. Der Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Kommunen ist uns deshalb besonders wichtig.“
Beim Rundgang erläuterte Roman Bodenmüller die technischen Zusammenhänge und die Rolle großer gewerblicher Dachflächen für eine dezentrale Energieversorgung.
Statement Roman Bodenmüller, Bereichsleiter Technik, Service & Verkehr
„Entscheidend ist nicht allein die Größe der PV-Anlage, sondern das intelligente Zusammenspiel von Erzeugung, Eigenverbrauch, Batteriespeicher und Netzeinspeisung. Genau daran lässt sich hier sehr anschaulich zeigen, wie ein großes Messegelände zu einem aktiven Baustein der Energieversorgung werden kann.“
Die im Februar 2026 in Betrieb genommene PV-Großanlage erstreckt sich über rund 25.000 Quadratmeter und ermöglicht eine jährliche CO₂-Einsparung von rund 2.735 Tonnen.