Vom 12. bis 16. Oktober 2026 findet die Fakuma zum 30. Mal auf dem Messegelände in Friedrichshafen statt. Was 1981 mit 76 Erstausstellern begann, ist heute eine bedeutende europäische Plattform für die Kunststoffverarbeitung. Bei der vergangenen Ausgabe präsentierten mehr als 1.600 Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen; 47,5 Prozent der Aussteller kamen aus dem Ausland.
Aus Branchenkenntnis entstanden
Der Ausgangspunkt der Fakuma war eine konkrete Idee für einen konkreten Markt. Im Herbst 1980 stellte Paul Eberhard Schall dem Arburg-Unternehmer Eugen Hehl seinen Plan vor, in Friedrichshafen eine Fachmesse für Spritzgießer aufzubauen. Arburg sagte zu und wurde zu einem Partner der ersten Stunde. Laut der von den Beteiligten mehrfach bestätigten Gründungsgeschichte gab diese Zusage den entscheidenden Impuls, das Vorhaben umzusetzen. Die Episode zeigt, was die Fakuma und den Gründer Paul Eberhard Schall von Beginn an geprägt hat: genaue Kenntnis der Branche, Praxisnähe, direkten Austausch, ein belastbares Netzwerk und Gespür für Menschen, Märkte und Themen.
In diesem Jahr findet die Fakuma bereits zum 30. Mal in Friedrichshafen statt. Für Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen, steht diese Kontinuität für eine über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaft: „Die internationale Fachmesse verbindet technologische Innovation mit persönlichem Austausch, überzeugt durch weltweite Strahlkraft und verleiht der Branche ein familiäres Miteinander. Dass die Veranstaltung seit 30 Ausgaben auf unserem Gelände stattfindet, zeigt, wie wichtig verlässliche Partnerschaften für den Erfolg einer Messe sind.“
Marktplatz für eine Industrie im Wandel
Heute bildet die Fakuma die gesamte Bandbreite der Kunststoffverarbeitung ab: von Spritzgieß-, Umform- und Extrusionstechnik über 3D-Druck, Werk- und Rohstoffe sowie Masterbatches bis hin zu Werkzeugen, Prozesstechnik, Automatisierung und Recycling.
Zum Erfolg gehört auch eine persönliche Atmosphäre, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing bei Arburg, bringt diese Seite der Fakuma auf den Punkt: „Die Messe am Bodensee hat sich sehr schnell zu einem wichtigen Treffpunkt der Branche entwickelt, der sich durch Praxisnähe kombiniert mit Fachkompetenz auszeichnet.“ Die Fakuma ist bekanntermaßen eine „Arbeitsmesse“, auf der Technik gezeigt wird und vor allem auch persönliche Kontakte gepflegt sowie konkrete Projekte auf den Weg gebracht werden.
Wirtschaftliche Wirkung über die Messehallen hinaus
Für Friedrichshafen ist die Fakuma eine der wirtschaftlich bedeutendsten Gastveranstaltungen. Die Nachfrage, die Aussteller und Fachbesucher aus dem In- und Ausland auslösen, erreicht Hotellerie, Gastronomie, Verkehr, Handwerk, Messebau und zahlreiche weitere Dienstleistungsbereiche. Zugleich stärkt die Veranstaltung die internationale Wahrnehmung Friedrichshafens als Industriemesseplatz.
Oberbürgermeister Simon Blümcke hebt die Wirkung aus Sicht der Stadt hervor: „Die Fakuma bringt internationale Unternehmen, Fachleute und Entscheider an den Bodensee und setzt wirtschaftliche Impulse weit über das Messegelände hinaus. Für Friedrichshafen und die Region ist sie deshalb von herausragender Bedeutung. Umgekehrt findet die international ausgerichtete Messe im leistungsfähigen Vierländereck von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein ein passendes wirtschaftliches Umfeld.“
Ein Standort als Teil der Erfolgsgeschichte
Warum Friedrichshafen für die Fakuma funktioniert, beschreibt Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeveranstalters P. E. Schall GmbH & Co. KG: „Der Standort in Friedrichshafen punktet nicht nur mit seiner Funktionalität, den kurzen Wegen und seinem professionellen Team, sondern auch durch seine familiäre Atmosphäre. Die Branche fühlt sich hier sehr wohl und wir sehen großes Potenzial, die Fakuma auch erfolgreich weiterzuentwickeln.“
Die Partnerschaft ist langfristig angelegt. P. E. Schall und die Messe Friedrichshafen haben vereinbart, die Fakuma bis mindestens 2030 weiterhin am Bodensee auszurichten. Die 30. Ausgabe steht damit für mehr als Kontinuität: für ein Messekonzept, das die Bedürfnisse der Branche kennt, für einen internationalen Marktplatz mit regionaler Wirtschaftskraft und für eine Partnerschaft, die sich seit mehr als vier Jahrzehnten bewährt hat. Die Messe Friedrichshafen bietet dafür den verlässlichen Rahmen.